Berlin

Stadtteile von Berlin

Kurz etwas Statistik:

  • Der Bezirk Mitte umfasst die Ortsteile Mitte, Moabit, Hansaviertel, Tiergarten, Wedding und Gesundbrunnen mit ca. 330.000 Einwohnern und einer Fläche von ca. 40 Quadratkilometern.
  • Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg umfasst die Ortsteile Friedrichshain und Kreuzberg mit ca. 270.000 Einwohnern und einer Fläche von ca. 20 Quadratkilometern.
  • Der Bezirk Pankow umfasst die Ortsteile Prenzlauer Berg, Weißensee, Blankenburg, Heinersdorf, Karow, Stadtrandsiedlung Malchow, Pankow, Blankenfelde, Buch, Französisch Buchholz, Niederschönhausen, Rosenthal und Wilhelmsruh mit ca. 360.000 Einwohnern und einer Fläche von ca. 100 Quadratkilometern.
  • Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf umfasst die Ortsteile Charlottenburg, Wilmersdorf, Schmargendorf, Grunewald, Westend, Charlottenburg-Nord und Halensee mit ca. 315.000 Einwohnern und einer Fläche von ca. 65 Quadratkilometern.
  • Der Bezirk Berlin Spandau umfasst die Ortsteile Spandau, Haselhorst, Siemensstadt, Staaken, Gatow, Kladow, Hakenfelde, Falkenhagener Feld, Wilhelmstadt mit ca. 315.000 Einwohnern und einer Fläche von ca. 65 Quadratkilometern
  • Der Bezirk Berlin Steglitz-Zehlendorf umfasst die Ortsteile Steglitz, Lichterfelde, Lankwitz, Zehlendorf, Dahlem, Nikolassee, Wannsee mit ca. 290.000 Einwohnern und einer Fläche von ca. 100 Quadratkilometern.

Mode und Lifestyle in Berlin

Wer in Berlin Kleidung und Accessoires kaufen will, wird schnell feststellen, dass die Auswahl beinah schon zu groß ist. Denn scheinbar in jeder Straße stößt man auf Boutiquen, die allgemeine oder spezielle Moderichtungen anbieten und so jedem Suchenden passende Leistungen bereitstellen können. Helfen kann gegen das endlose Wandern von Geschäft zu Geschäft eine vorherige Recherche im Internet.

Viele Dienste sind es, die im Alltag angeboten werden, um die Shoppingtour durch Berlin passend planen zu können. Besonders gern genutzt wird hierfür z.B. Google Maps, wo sich zahlreiche Unternehmen mit deren Boutiquen eintragen. So lässt sich vor dem Computer planen, welche Orte wann besucht werden sollen und wie genau die Route gehen soll.

Besonders bei dem Reisen mit größeren Gruppen ist so eine Planung im Voraus sehr wichtig. Denn sonst kann es passieren, dass die Tour länger dauert, als geplant. Dann werden Züge verpasst sowie Öffnungszeiten einzelner Attraktionen übersehen, was den Ausflug problematisch werden lässt.

Die Shoppingtour genießen

alexa berlin alexanderplatz Das Alexa am Alex ist nur eine von vielen Möglichkeiten in Berlin auf Shoppingtour zu gehen. Foto: VollwertBIT

Eine Shoppingtour durch Berlin kann ein besonderes Ereignis werden, welches nicht nur einige sehenswerte Kleidungsstücke mit sich bringt, sondern auch für viele angenehme Erinnerungen sorgt. Hierfür bietet Berlin einige besondere Straßen an.

Bekannt ist z.B. die Friedrichstraße, wo man zahlreiche Läden vorfindet. Daneben bietet auch der Kurfürstendamm sowie der Alex (mit dem Alexa Shopping Centre) einige interessante Möglichkeiten zum Einkaufen. Finden wird man hier nicht nur noble Boutiquen, sondern zudem auch einige recht günstige Angebote, die im Alltag in Anspruch genommen werden können.

Welche Produkte vertreten sind, lässt sich oftmals auch über die jeweiligen Online-Shops ansehen. Hier kann man feststellen, welche Kollektionen derzeit angeboten werden und wahrscheinlich bei einem Besuch vorgefunden werden können.

Frei zur Spontanität

Wer versucht seinen Gang durch Berlin über das Internet zu planen, wird schnell feststellen, dass die sonst so mächtige Hilfe in diesem Bereich auf ihre Grenzen stößt. Denn nicht jedes Geschäft Berlins ist auch im Internet eingetragen. Daneben fehlen manchmal Straßen und Wege, welche sonst eine bessere Bewegung in der Stadt ermöglichen.

Wichtig ist es daher, spontan zu bleiben und manche Punkte einfach offen zu lassen. So kann man Berlin als Hauptstadt Deutschlands genießen und muss sich nicht permanent Sorgen darum machen, etwas zu vergessen. Einplanen sollte man beim Rundgang eine gewisse freie Zeit, die für das Finden von neuen Läden genutzt werden kann. Stoßen kann man dabei auf echte Herrenhemden von der Marke Olymp sowie weitere Produkte, die sich ideal für den Alltag eignen.

Berlin völlig ungeplant zu besuchen, ist jedoch nicht zu empfehlen. Dafür ist die Stadt leider zu groß und bietet zu viele Ablenkungsmöglichkeiten, in welchen man sich verlieren kann. Neben einem Zeitplan sollte man daher auch eine Karte mitnehmen, über welche die Route verfolgt werden kann. Eine Alternative findet sich in digitalen Geräten, wie z.B. dem Smartphone. Dieses kann durch Apps um Kartenmaterial erweitert werden. So kann man den aktuellen Standort ansehen und auch Routen planen. Im Blick behalten werden sollte jedoch der Akku, welcher unter Vollbelastung recht schnell an Energie verliert.

Ist dann an alles gedacht, kann auch schon der Ausflug in die Stadt mit den über 3,5 Millionen Einwohner wagen. Nicht vergessen sollte man neben der Shoppingtour die zahlreichen Sehenswürdigkeiten, die Berlin für jede Altersklasse bereithält. Dazu gehören Museen, bekannte Straßen aber auch sicherlich die eine oder andere Statue, die verteilt in der Stadt zu finden ist. Hat man dann nicht genug Zeit zur Verfügung, kann man den Ausflug auch über mehrere Tage verteilen. Denn Berlin bietet auch zahlreiche Hotels und Gaststätten, wo die Übernachtung auch mit mehreren Personen möglich ist.

Die besten Clubs in Berlin

Berlin ist DIE Stadt, wenn es ums Feiern und Tanzen geht. Dafür ist sie bekannt, und deswegen kommen jedes Jahr zahlreiche Touristen für einen Wochenendetrip, einen Kurzurlaub oder auch für mehrere Tage in die deutsche Hauptstadt. Während besonders Elektro-Liebhaber eine vielfältige Auswahl an Clubs und Bars haben, in der Hauptstadt das Tanzbein zu schwingen, kommen auch Fans anderer Szenen und Musikrichtungen in Berlin voll auf ihre Kosten.

Die beliebtesten Elektro-Clubs der Stadt

In der Berliner Clubszene tobt das Leben. Foto:© Artem Merzlenko - Fotolia.com

Eine der bekanntesten Diskotheken in Berlin ist das Berghain, das seit Jahren zu den besten Clubs der Welt zählt. Der Techno-Club im Heizkraftwerk des alten Ostbahnhofs besticht durch seine Größe und seine beeindruckenden Partys mit renommierten DJs, bei denen bis zu 500 Leute auf der Tanzfläche abgehen. Wer eine Verschnaufpause braucht, kann sich einen Moment lang auf den mit Leder und Polstern versehenen Betoncouchen lümmeln. Ähnlich bekannt wie das Berghain ist auch das Watergate in Berlin. Hier legen Bekanntheiten aus der Elektroszene wie Sasha Funke oder Allen Allien auf und bringen die wilde Meute zum Ausflippen. Die Einrichtung des Clubs ist eher schlicht gehalten. Dafür sorgt die Lichtkonstruktion an der Decke des Clubs und die Sitzgelegenheiten auf dem Holzausleger mitten auf der Spree für eine atemberaubende Atmosphäre. Die wilde Renate oder „Der Salon zur wilden Renate“, wie der Club offiziell heißt, ist ein weiterer Elektroschuppen Berlins. Doch anders als im Watergate oder im Berghain feiert man hier unter netten Leuten in ungezwungenem, angesagtem 70er-Jahre-Ambiente umgeben von Barocktapeten, durchgesessener Sofas und kitschigen Deko-Accessoires.

Von Rock über Pop bis Punk – Berliner Clubs außerhalb der Elektro-Szene

Eine angesagte Adresse für verschiedene Musikrichtungen ist der Sage Club. Jeden Donnerstag öffnet der Club für ein buntes Publikum. Dann bietet der Club im U-Bahnhof Heinrich Heine-Straße in Mitte der breiten Masse auf verschiedenen Floors Rock, Hardcore, Metal, Hard Rock, Xover, Industrial, Alternative, Classics, 90s Rock, Indierock oder Britpop. Da ist für jeden was dabei. Und wen die Musik nicht überzeugt, der ist spätestens nach einem Sprung in den Pool im Club im Sage-Fieber. Auch die ehemals besetzten Häuser in Berlin bieten Clubs in typischer Atmosphäre. Im von dem Jessica Proll e.V. betriebenen Supamolly treten am Wochenende Newcomer-Bands und unbekannte Künstler auf und geben Punk, Ska, Rock und anderes zum Besten. Anschließend legt der Haus-DJ weiter auf, um das angeheizte Publikum bei Laune zu halten und gemeinsam Jux und Dollerei zu betreiben. Das Publikum besteht überwiegend aus freundlichen Punks und Wochenendpunks, wird aber auch zunehmend von Normalos besucht.

Berliner Clubs mit dem gewissen Extra

Wer lieber singt als tanzt findet in Berlin auch eine Reihe verschiedener Karaoke Bars. Besonders beliebt und eigenwillig ist beispielsweise die Monster Ronson’s Ichiban Karaoke Bar direkt an der U-Bahnstation Warschauer Straße. In vertrauter Atmosphäre lässt sich zu verschiedenen Liedern in einer der Boxen trällern, die sich für Gruppen bis sechs Personen mieten lassen. Mutigere können dagegen auch direkt auf die Bühne und ihre Gesangskünste vor dem breiten Publikum unter Beweis stellen oder zu diversen Hits aus den Richtungen Punk, Metal, Elektro, House oder anderen tanzen. Einen besonderen Abend verspricht das Marooush unter dem Topic „Dance & Dinner“. Jeden Freitag und Samstag verzaubert der ägyptisch-orientalische Club unweit des Kurfürstendamms mit jeder Menge Abwechslung. Besucher erwarten neben ausgelassenem Tanzen im Club zu Beats aus dem Orient und Okzident oder auch hin und wieder auftreten Livebands auch kulinarischen Spezialitäten aus dem Orient, Bauchtanzvorführungen oder Konzerte mit traditionell orientalischen Musikinstrumenten. Zwischendurch kann man in der Shisha Lounge entspannen. Der Eintritt ins Marooush ist frei, dafür ist eine vorherige Anmeldung erforderlich.

Tanzen bis zum Umfallen – After-Hour Clubs in Berlin

Wer bis zum Morgengrauen in Berlin auf der Piste war und immer noch nicht genug vom Tanzen hat findet auch eine Reihe Clubs, die ihre Pforten für Ausdauertänzer und Partout-Nicht-Nach-Hause-Geher erst mit Anbruch der Dämmerung öffnet. Einer der angesagtesten After-Hour-Clubs von Berlin ist das Golden Gate. Das Heruntergekommene Interieur passt zum Berliner Image „arm aber sexy“ und bietet Feierwütigen die Möglichkeit bedenkenlos noch einmal alles zu geben.

Junge Designer aus Berlin

Berlin ist eine große Stadt der Mode und des Designs. Viele junge Menschen zieht es in die Hauptstadt, um Mode zu studieren oder eine Lehre in diesem Bereich zu machen. Von Berlin versprechen sich viele Menschen den erhofften Erfolg. Unmöglich ist das auch nicht. Schließlich zählt Berlin zu den Modemetropolen der Welt. In Berlin tummeln sich Modemacher, Jungdesigner und die exklusivsten Labels.

Egal ob Fashion Möbel oder moderne Kunst Berlin hat für viele Designer eine Menge zu bieten. Foto:fuxart - Fotolia.com, #669140

Da Berlin eine Fashionstadt ist, gibt es dort mittlerweile eine Vielzahl von sehr guten Modeschulen. Viele Junge Designer wurden in Berlin ausgebildet und sind dann in die Welt gezogen, um ihre Kollektionen zu vermarkten. Einige haben es sogar international geschafft. Andere wiederum sind in Deutschland geblieben und haben dort großen Erfolg mit ihren Modelinien.

Berlin bietet jungen kreativen Menschen viele Möglichkeiten zur Inspiration. Auch bekommen junge Designer die Chance zu exklusiven Ausstellungen, wie es hier nachzulesen ist.Es gibt dort über 1300 Unternehmen, die sich mit dem Thema Design beschäftigen. Darunter sind beispielsweise verschiedene Agenturen, Designfestivals, Ateliers für Mode- und Möbeldesign und diverse Netzwerke zum Thema. Nichts zu vergessen sind natürlich auch die zahlreichen Shops von bekannten Marken, die bereits international Erfolg haben. Die UNESCO-Auszeichung „City of Design“, die Berlin bereits erhalten hat, verdeutlicht die Position der Stadt. Kein Wunder also, dass immer mehr Jungdesigner aus Berlin kommen.

Möbeldesigner

Die Designszene in Berlin hat aber auch im Bereich Möbeldesign einiges zu bieten. Viele jüngere Unternehmer haben sich mit individuellen und sehr kreativen Geschäftsmodellen selbstständig gemacht. Berlin ist für Neues sehr offen und eignet sich daher ideal um Designermöbel am Markt zu testen. Ob nun mit klassischen Designideen, oder mit neuen innovativen Designs glänzt die Szene. Hier wird nicht nur der klassische Werkstoff Holz verwendet, auch Metall bis hin zu Plastik findet hier vielfältisgte Verwendungsmöglichkeiten. Hat man in Berlin Erfolg so kann man oft davon aus gehen, dass die Ideen auch in andere Metropolen ankommen. Wie die richtigen Strategien aussehen kann man unter blog.minimum.de nachlesen. Außerdem sind kreative und praktische Designermöbel sehr gefragt.

Innovative Kreationen, die nachhaltig hergestellt werden, sind für die Umwelt wichtig und in der Zukunft erfolgsversprechend. Die Gesellschaft denkt um und kauft immer häufiger Produkte, die umweltschonend produziert wurden. Gerade bei Holzmöbeln schauen die Kunden immer genauer hin. Hölzer aus Regenwäldern möchten die Wenigsten im Wohnzimmer haben. Zudem geben mittlerweile viele Menschen gerne etwas mehr Geld für Designermöbel aus, die von hoher Qualität und gleichzeitig umweltschonend sind.

Junge Designer mit Erfolg

Es gibt viele junge Designer aus Berlin, die bereits großen Erfolg haben. Im Modebereich gibt es eine Vielzahl von kreativen Köpfen, die die Modewelt neu erfinden.

“bubble.kid“

„bubble.kid“ beispielsweise ist ein relativ junges Unternehmen, das seit 2004 im Atelier in Berlin hochwertige Kindermode entwickelt. Klare Linien, schöne Details und innovative Farbkombinationen werden mit humorvollen Kontrasten kombiniert. Die Produktionsstädte befindet sich in Deutschland.

“schubLaden“

Der „schubLaden“ verzaubert seit 2007 die Möbelbranche in Berlin. Mit alten Schubladen entwirft Franziska Wodicka Möbelunikate. Die alten Schubladen werden gut sortiert im Lager aufbewahrt. Jedes Möbelstück ist ein Unikat und wird individuell entworfen und den Kundenwünschen entsprechend ausgerichtet. Das Unternehmen bietet auch online die Möglichkeit die Unikate zu erwerben. Zudem können bei Frau Wodicka auch alte Schubladen abgegeben werden.

“konk“

Der Berliner Mode Shop „konk“ gehört Inhaberin Frau Ettina Berríos-Negrón und wurde 2003 eröffnet. Frau Ettina Berríos-Negrón hat ein gutes Feingefühl für talentierte Designer und nahm bereits einige Kollektionen von jungen Designer in ihre Kollektion auf. „konk“ hat sich mittlerweile in der Fashionwelt von Berlin einen Namen gemacht und sich erfolgreich etabliert.

Chancen in Berlin

In Berlin tummeln sich bereits über 800 Jungdesigner und alle streben eine große Karriere in der Designwelt an. Viele Nachwuchsdesigner haben bereits einen steinigen Weg zurückgelegt. Oft fehlen die Möglichkeiten die eigenen Ideen zu präsentieren. Mittlerweile gibt es online viele Netzwerke, die den Weg erleichtern können.

Berlin persönlich

Berlin. Für mich damals eine Alternative zu Wehr- und Ersatzdienst. „Da bleibt nur eins, ich hau ab nach Berlin. Rein in die Karre und ab.“ (Elaine) Aber da gab es noch eine Mauer. Und Nina Hagen. Den UFO-Kongress. Wilde Nächte und Filmrisse. TonSteineScherben und einen blauen Mariannenplatz.

Heute sind da etwa drei und ein halbe Million Einwohner. Die bevölkerungsreichste Stadt in Deutschland. Die zweitgrößte Stadt der Europäischen Union. So groß, dass ich damals Julie darin verloren und nicht mehr wiedergefunden habe. So bunt, dass dort Die Ärzte entstehen und mich auf lange Jahre in ihren Bann ziehen konnten.

Persönliche Geschichten. Weltgeschichte. Was war sie nicht alles. Geteilt. Hauptstadt. Des Kurfürstentums Brandenburg, des Königreichs Preußen, des Deutschen Reiches, der DDR, der Bundesrepublik Deutschland. Jedes Mal dieses unbeschreibliche Gefühl, wenn mich der ICE hineinträgt. Damals „Bahnhof Zoo, mein Zug fährt, ich steig aus, gut wieder da zu sein“ (Ideal) , heute einer neuer Bahnhof, der mich erstmal desorientiert.

Immer wieder die Frage in all den Jahren: Wie wär es dort zu leben? In der brodelnden Kultur. Damals Hausbesetzerszene in Kreuzberg, dann nach dem Mauerfall in Prenzelberg meine ersten Videos gedreht. Und heute? Toleranz, Hundekacke, Designschmiede, Junkies, die mir gefälschte Tickets verkaufen wollen, Redaktionstreffen. Ich bin blöd und das ist gut so.

Mit Christiane F. und David Bowie Helden gewesen, mit Lola um die Wette gerannt, in der Linie 1 vielleicht dem Glück gegenüber gesessen und in der Sonnenallee gewohnt. Hatte hier nicht vielleicht auch Müller sein Büro? Und irgendwann vom Krabbeltisch das Buch „Kleiner Mann was nun?“, Jahrzehnte danach. Hans Fallada von 1932. Keine andre Stadt tauchte so oft auf, keine hat so fasziniert.

Berlin Prenzlauer Berg

Ein Ortsteil Berlins ist der Prenzlauer Berg. Dieser gehört zum im Nordosten der Bundeshauptstadt gelegenen Bezirk Pankow. Letzterer grenzt u. a. an den Bezirk Berlin-Mitte.

Der Prenzlauer Berg umfasst eine Fläche von nicht ganz 11.000 km². Nahezu 150.000 Menschen leben in diesem Teil Berlins. Die Bevölkerungsdichte gehört mit mehr als 13.000 Einwohnern pro km² zu den höchsten in der Bundeshauptstadt.

In Prenzlauer Berg wurde am 9. November 1989 deutsche Geschichte geschrieben, doch davon später mehr. Erzählt wird das Werden und Sein des Berliner Ortsteiles im Prenzlauer Berg Museum, welches sich in der Prenzlauer Allee Nr. 227 befindet. Der Eintritt ist frei.

Sightseeing am Prenzlauer Berg

Prenzlauer Berg ist geprägt von Gründerzeitbauten. Gleichwohl gibt es Grünflächen im Ortsteil, eine von diesen ist der 29 Hektar große Volkspark Prenzlauer Berg. Der Volkspark entstand in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts auf einer Trümmerkippe. Mehrere Straßenzüge begrenzen den Volkspark, u. a. die Hohenschönhauser Straße. Ein weiterer Park, der 25 Hektar große Ernst-Thälmann-Park, entstand in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts auf dem Gelände eines Gaswerkes. Der Park wird u. a. durch die Prenzlauer Allee begrenzt. Neben dem Gaswerk zählten Brauereien, beispielsweise die Schultheiss-Brauerei, früher zu den wichtigsten Betrieben in Prenzlauer Berg.

Orte jüdischen Lebens in Prenzlauer Berg

Zu den historischen Grünflächen in Prenzlauer Berg gehört auch der Jüdische Friedhof an der Schönhauser Allee Nr. 23-25. Dieser wurde hauptsächlich in den Jahren 1827 bis 1880 genutzt. Auf diesem Friedhof findet sich beispielsweise das Grab des Malers und Grafikers Max Liebermann (1847-1935).

Vom jüdischen Leben in Berlin legt des Weiteren die Synagoge in der Rykesträße Nr. 53 Zeugnis ab. Diese wurde in den Jahren 1903/04 errichtet. Die Synagoge Rykestraße, welche die Reichspogromnacht des Jahres 1938 überstand, ist die größte Synagoge Deutschlands.

Prenzlauer Berg galt bis zur Herrschaft des Nationalsozialismus als Zentrum jüdischen Lebens in Berlin.

Sammelpunkte der DDR-Opposition, die Christlichen Kirchen in Prenzlauer Berg

Aus der Schaar der Gründerzeitbauten in Prenzlauer Berg ragen die Kirchen des Ortsteils mit ihren Türmen heraus. Die bekannteste von ihnen ist die Gethsemanekirche (1891-1893) an der Stargarder Straße. In den 1980er Jahren war die Gethsemanegemeinde, gleich anderen Berliner Gemeinden, ein Sammelpunkt für Oppositionelle und die DDR-Friedensbewegung. Zu nennen sind darüber hinaus als höhenmäßig herausragende Gebäude in Prenzlauer Berg die Segenskirche (1908) an der Schönhauser Allee und die Immanuelkirche (1893) an der Prenzlauer Allee.

Die Bösebrücke in Prenzlauer Berg und der ehemalige Grenzübergang Bornholmer Straße

Die Bösebrücke war die erste Nickelstahlbrücke Berlins. Die unter Denkmalschutz stehende Bösebrücke, auch Bornholmer Brücke genannt, erhielt ihren Namen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Sie erinnert an den Antifaschisten Wilhelm Böse (1883-1944). Die Bösebrücke liegt an der Bornholmer Straße. Vor der Wiedervereinigung befand sich an dieser Stelle der Grenzübergang Bornholmer Straße. Der Übergang verband den in Ost-Berlin gelegenen Prenzlauer Berg mit dem zu West-Berlin gehörenden Wedding über die Brücke. Der Grenzübergang Bornholmer Straße war der erste, an dem am 9. November 1989, kurz vor Mitternacht, die Passkontrollen eingestellt wurden. Tausende DDR-Bürger/innen nutzten von hier aus die Gelegenheit, nach West-Berlin zu gelangen. Eine Gedenktafel an der Bösebrücke erinnert an diesen historischen Moment.

Der „Dicke Hermann“, ein Wahrzeichen von Prenzlauer Berg

Ein Wahrzeichen von Prenzlauer Berg ist der ehemalige Wasserturm aus dem Jahr 1877 an der Ecke Rykestraße/Knaackstraße. Dieser trägt den Namen „Dicker Hermann“. Der „Dicke Hermann“ war der erste Wasserturm Berlins.

Wohnen am Prenzlauer Berg

Prenzlauer Berg wird auch als Deutschlands größter Altbaukomplex bezeichnet. Den Ortsteil prägen Gebäude, welche um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert entstanden. Hunderte von ihnen wurden bereits unter Denkmalschutz gestellt. Vielerorts ist noch die einst typische Mietskasernen-Struktur Berlins mit Vorderhaus, Seitenflügel und oft mehreren Hinterhäusern erhalten geblieben. Im Vergleich zu anderen Berliner Ortsteilen wurden im Zweiten Weltkrieg in Prenzlauer Berg nur wenige Gebäude zerstört. Das Gebiet gehörte nach 1949 zur Deutschen Demokratischen Republik. Erst im Gefolge der Wiedervereinigung wurde die teilweise marode Altbausubstanz saniert. Das heute älteste Gebäude in Prenzlauer Berg stammt aus dem Jahr 1848. Es befindet sich in der Kastanienallee Nr. 77.

Weniger als 3% der Wohngebäude in Prenzlauer Berg beinhalten eine oder zwei Wohnungen. Der Großteil der Wohngebäude weist 30 bis 40 Wohnungen auf. Zum Ortsteil Prenzlauer Berg gehören nicht ganz 90.000 Wohnungen. Eine Wohnung in Prenzlauer Berg hat durchschnittlich drei Räume und ist gut 60 m² groß. Die durchschnittliche Wohnungsgröße gehört damit zu den geringsten in Berlin. Hingegen liegen die Mietpreise in Prenzlauer Berg über dem Berliner Durchschnitt. Entsprechendes gilt für den Anteil des Haushaltsnettoeinkommens, das von den Mieter(inne)n in diesem Teil Berlins für die Kaltmiete aufgewendet werden muss.

Gentrifizierung in Prenzlauer Berg

Im Gründerzeitquartier wohnten zur Zeit der DDR Kreative und Karriereverweigerer. Die DDR-Opposition hatte hier ihr Zuhause. Prenzlauer Berg war vor der Wiedervereinigung ein Ort der Bars und Clubs. Durch diese wurde der Kiez nach der Wiedervereinigung interessant. Um die Jahrtausendwende gab es erste Kiezführungen. Die Wohnungen galten fortan als in Szenelage liegend. In der Folge erhöhten sich die Mieten. Geringverdiener, Studierende und Künstler/innen, verließen Prenzlauer Berg. Zurück blieben Gutverdiener. Der Kiez wurde bürgerlich. Ein Blick auf das Durchschnittseinkommen macht dies deutlich: Anfang der 1990er-Jahre lag das Durchschnittseinkommen in Prenzlauer Berg 20 % unter dem Ost-Berliner Durchschnitt. Heute hingegen liegt dieses 5 % über dem Gesamtberliner Durchschnitt.

Die Gentrifizierung führt gegenwärtig mancherorts dazu, dass das verdrängt wird, was Prenzlauer Berg noch vor wenigen Jahren beliebt und teuer gemacht hat, die Bars und Clubs. In Prenzlauer Berg müssen diese im 21. Jahrhundert teilweise vor Gericht um ihren Verbleib kämpfen.